Die damaligen Ideen werden hier nochmals zur Diskussion gestellt fuer den Fall, dass sich vielleicht juengere Bastler oder Wissenschaftler fuer die Sache interessieren.
Das beschriebene Geraet kann zum Antrieb irgendwelcher Spiel- oder anderer Vorrichtungen dienen, daneben aber auch zum Messen von Gravitations- und Beschleunigungs- Kraeften. Die messbare Strom- Aufnahme des Motors ist im Beispiel abhaengig von der einwirkenden Schwerkraft, und von der Drehzahl des Rades. Dabei waechst der Leistungs- Bedarf des Motors in der Beschleunigungs- Phase im Quadrat der Geschwindigkeit, mit welcher die Massen gegen die Gravitation angehoben werden. Die Messung wird also umso genauer, je hoeher die Drehzahl des Rades ist.
Wenn das beschriebene Geraet so gesteuert wird, dass der Schwerpunkt unterhalb der Drehachse liegt (Figure 2), reagiert es auf horizontal einwirkende Gravitations- oder Beschleunigungs- Kraefte. Dabei muss der interne Antriebs- Motor immer dann messbare Arbeit leisten, um die Planeten- Raeder in der skizzierten Position zu halten, wenn horizontale Beschleunigungen auftreten.
Das skizzierte Rad funktioniert selbstverstaendlich auch ohne Gestell (Figure 3). Es rollt dann unter Einwirkung der Schwerkraft in Pfeilrichtung ab (Rhoenrad- Prinzip). Dabei muss der interne Antriebs- Motor ueber mitgefuehrte Batterien mit Strom versorgt werden.
Ein solcherart rollendes Rad ist in verschiedener Weise einsetzbar,
- zum Beispiel koennen ferngesteuerte Baelle im Fussball- Stadion waehrend der Spielpause mit Werbe- Aufschriften hin und her laufen, zur Unterhaltung der Zuschauer.
- ferngesteuerte Baelle oder Rollen koennen auch eingesetzt werden, um Ertrinkenden zu helfen, oder aber ueber unbefahrbare Flaechen zu rollen (Oel- Teppiche auf See, bruechiges Eis, Sumpfgebiete etc.)
In der Messung von Beschleunigungen bietet das Geraet (Figure 2) wahrscheinlich praktische Vorteile gegenueber ueblichen Beschleunigungs- Messgeraeten in speziellen Faellen:
- Durch Drehen des Geraetes um die horizontale Achse kann festgestellt werden, aus welcher Richtung eine Beschleunigung einwirkt.
- Mit mehreren Raedern ausgestattet, kann das Geraet die Beschleunigungen auch sehr turbulenter Bewegungen aufzeichnen (Quer- Beschleunigung in Fahrzeugen etc.).
Daneben sind weitere praktische Anwendungen denkbar.
Bekanntlich reagieren Luft- und Wasser- Massen der Erde auf die Anziehungs- Kraft von Sonne und Mond sehr ausgepraegt (Gezeiten). Dabei wirken die externen Gravitations- Kraefte logischerweise auch auf andere bewegliche Massen ein (Satelliten, Flugzeuge). Kann man sie vielleicht mit dem beschriebenen Geraet nachweisen?
Das Geraet kann selbstverstaendlich so aufgestellt werden, dass etwa die Anziehungs- Kraft der auf- oder untergehenden Sonne horizontal auf die beweglichen Massen einwirkt (Figure 4). Wenn das Rad dann mit einer Anfangs- Drehzahl laeuft (angetrieben durch einen aeusseren Antrieb), muss der interne Antrieb Arbeit leisten, um die exzentrischen Massen gegen die Sonnen- Anziehung in Position zu halten. Betraegt die "Hub- Geschwindigkeit" der exzentrischen Massen gegen die Sonne 10-20 m/s, muss der interne Motor nach grober Kalkulation eine Leistung von mehreren Milli- Watt aufbringen pro Kilogramm exzentrischer Masse. Elektrische Leistungen in dieser kleinen Groessen- Ordnung sind grundsaetzlich messbar. Es ergibt sich nur die Frage, ob diese sich im vorliegenden Fall von den unvermeidlichen Reibungsverlusten abheben.
Meiner Meinung nach uebt das diskutierte Geraet in der Beschleunigungs- Phase einen zusaetzlichen Druck aus auf die Unterlage. Es ist in dieser Phase "schwerer" als im Ruhe- Zustand. Bei meinen damaligen Experimenten wurde das einfache Modell auch auf eine Waage gestellt. Beim Anlaufen des Rades schlug die Waage aus. Da diese Phase aber sehr kurz war (< 1 s), war ein eindeutiger Nachweis kaum moeglich.
Wir wissen, dass ein Koerper in einem aufwaerts beschleunigten Aufzug
"schwerer" ist als im Ruhe- Zustand (Einsteins Kasten- Experiment). Im
skizzierten Geraet (Figure 1) werden die exzentrischen Massen kontinuierlich
aufwaerts beschleunigt. Das fuehrt zu der Frage, ob Einsteins Kasten- Experiment
auch gilt, wenn eine geradlinige Aufwaerts- Beschleunigung in eine Rotations-
Beschleunigung uebergeht. Wenn ja, ist das patentierte Geraet in der Beschleunigungs-
Phase tatsaechlich "schwerer" als im Ruhezustand.
Der Vorteil einer solchen Anordnung erscheint klar: Es wird ein Drehimpuls
erzeugt, ohne dass im Raumfahrzeug ein Gegen- Drehmoment entsteht. Wenn
dazu die vermutete Reaktions- Kraft in Richtung der angepeilten Gravitations-
Masse auftritt (4.2), kann das Geraet in Raumfahrzeugen zur Erzeugung von
Steuer- Kraeften eingesetzt werden. Experimente in dieser Richtung, unter
Bedingungen der Schwerelosigkeit, duerften durchfuehrbar sein bei "Parabelfluegen".
Natuerlich habe ich vor 20 Jahren und später auch versucht, das Forschungs-Ministerium und Fach-Institute fuer meine Forschungs-Vorschlaege zu interessieren. Das blieb aber ohne Ergebnis. Damit waere es damals wahrscheinlich sinnvoll gewesen, zunaechst die praktische Anwendung des Geraetes zu betreiben (Ball mit Werbe- Aufschrift etc.). Moeglicherweise haette man damit genuegend Einnahmen erzielt, um wissenschaftliche Experimente zu finanzieren. Das ist nicht geschehen, nun bleibt es juengeren Experten ueberlassen, meine Ideen entweder zu bestaetigen oder aber zu widerlegen.
In der Vergangenheit haben viele Erfinder versucht, ueber Schwerkraft- Geraete verschiedene Arten eines "Perpetuum Mobile" zu entwickeln. Zur Klarstellung darf darauf verwiesen werden, dass das beschriebene Geraet mit solchen Bemuehungen natuerlich nichts zu tun hat.
Das patentierte Geraet funktioniert grundsaetzlich nach dem Schaukel- Prinzip (Figure 5): Ueber Zufuhr potenzieller Energie wird ein Drehimpuls erzeugt. Beim Rundum- Schaukeln, wie hier in der Skizze, wird das Körpergewicht jeweils im unteren Punkt angehoben. In meinem Gerät werden die exzentrischen Massen kontinuierlich "angehoben".
Die von mir an anderer Stelle beschriebenen "Schwenkeffekte" Article-2
funktionieren grundsaetzlich nach dem gleichen Schaukel- Prinzip:
Wir kennen das Phaenomen einer rotierenden Flüssigkeit in einem geschwenkten
Glas. Beim exzentrischen Schwenken des Glases wird die Flüssigkeit
gegen Fliehkraefte "angehoben". Fliehkraefte und Gravitationskraefte
sind physikalisch gleichwertig.
F. Heeke, Homepage 9-2001 (last updated 04-2003)
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