Eine Fluessigkeit in einem Glas rotiert, wenn sie exzentrisch
geschwenkt wird. Meine Hypothese:
"Schwenkeffekte" dieser Art spielen
eine bedeutende Rolle in der Himmelsmechanik. Sie
treiben und steuern die Rotation der Sonne und Planeten
und beeinflussen wahrscheinlich auch unser Klima.
Die vermutete Wirkungsweise ist in folgenden Kapiteln
beschrieben.
Grundsaetzliche Ueberlegungen ueber Schwenk- Bewegungen in der Himmelsmechanik sind nicht neu. Schon Galilei Galileo studierte vor etwa 400 Jahren Wasser- Bewegungen in einer geschwenkten Vase. Er versuchte dabei, die Gezeiten der Meere zu erklaeren und wies darauf hin, dass die Erdrotation, in Verbindung mit dem Umlauf der Erde um die Sonne, zu Beschleunigungen und Verzoegerungen der Erdoberflaeche in einem Halbtages- Rhythmus fuehrt Bibliographie Ref. - (01). Galileis Gezeiten- Theorie wurde spaeter verworfen, ist vielleicht teilweise aber doch richtig, wenn die Schwenk- Bewegung um das Baryzentrum Erde- Mond in die Betrachtung mit einbezogen wird.
Als Ingenieur und Amateur- Astronom habe ich mich seit ueber 25 Jahren mit Schwenkeffekten beschaeftigt, angeregt durch eine Arbeit von Paul D. Jose (1965): "Sun's motion and sunspots", Ref. - (02). Viele zentrale Himmelskoerper werden durch ihre Satelliten exzentrisch umher geschwenkt. Das erzeugt nach meiner Theorie im Zentralkoerper Drehimpuls, wenn dieser Koerper gasfoermig, fluessig, oder in gewissem Grade "elastisch" ist. Bei gasfoermigen Zentralkoerpern kommt es dabei zu einer differentiellen Rotation, weil Massen auf unterschiedlichen Radien unterschiedlich auf die jeweilige Schwenk- Bewegung reagieren. Die Rotations- Achse des Zentralkoerpers stellt sich moeglichst senkrecht zur Schwenkebene, zur mittleren Umlaufebene des oder der Satelliten.
Meine Theorie muss anhand mathematischer Modelle ueberprueft
werden. Bei der jetzigen noch
unbefriedigenden Beweislage erwarte ich
nicht, dass sie kritiklos akzeptiert wird. Im Kapitel
6 sind Hinweise gegeben auf moegliche Ueberpruefungen.
Vielleicht ergeben sich irgendwann belastbare
Beweise für die Richtigkeit meiner Thesen.
Die von Jose berechnete Schwenk- Bewegung der Sonne ist auszugsweise in Figure 1 wiedergegeben. Nach meiner Deutung erzeugen die angefuehrten "bestimmten dynamischen Kraefte" die zur Diskussion gestellten Schwenkeffekte. Das fuehrt zu folgender grundsaetzlichen Erklaerung der Sonnenflecken- Zyklen:
Die differentiell rotierenden Massen der Sonne reiben sich zwangslaeufig aneinander. Nach meiner Deutung sind die dabei erzeugten Wirbel und Turbulenzen das, was wir als Sonnenflecken beobachten. Das Erscheinungsbild aendert sich je nach Phase der Schwenk- Bewegung. Die Polaritaet der Sonnenflecken kehrt sich um, wenn sich die Art der Schwenk- Bewegung grundsaetzlich aendert:
Unsere Sonne wird von den Planeten abwechselnd ueber groessere und kleinere Schleifen geschwenkt Figure 1 . Jeder Schleifen- Durchlauf deckt sich zeitlich etwa mit einer Flecken- Periode. Beim Durchlaufen einer grossen Schleife ist die Sonnen- Bewegung erkennbar schneller, beim Durchlaufen kleiner Schleifen langsamer. Ein neuer Zyklus beginnt, mit einer Umkehr der Polaritaet, wenn die Sonne von einer Schleife in die naechste wandert, sich also Schleifen- Radius und Schwenk- Geschwindigkeit deutlich aendern. Je nachdem, ob die Sonne ueber eine grosse oder kleine Schleife geschwenkt wird, werden Sonnen- Massen auf groesserem oder kleinerem Radius staerker angetrieben. Die Richtung des Energie- Austausches zwischen den differentiell rotierenden Sonnen- Massen kehrt sich dann um, damit auch die Drehrichtung der Wirbel. Der Unterschied in der Groesse der mittleren Schleifen - Radien mag dabei bestimmend sein fuer die Intensitaet der jeweiligen Sonnenflecken- Zyklen.
Veraenderungen der allgemeinen und der differentiellen
Rotation der Sonne im Verlauf
der Flecken- Zyklen sind in einer Reihe
von Forschungs- Arbeiten beschrieben, Ref. - (03)-(06).
Diese Arbeiten stuetzen meine Erklaerung. Dabei erscheint
auch folgender Zusammenhang plausibel: Jene
Energiemenge, die in den Sonnen- Flecken verwirbelt wird,
wird von der Rotations- Energie der Sonne abgezweigt.
Je mehr Flecken auftreten, desto langsamer dreht sich
die Sonne. Sie rotiert schneller, wenn keine oder wenig
Flecken vorhanden sind. Dabei draengt sich ein Vergleich
auf zur Erdrotation: Die Tageslaenge der Erde (LOD)
variiert um Millisekunden, was man auf Turbulenzen in der
Atmosphaere zurueckfuehrt, Ref. - (10).
In den Quellen Bibliographie (25) und (26) wird über einen Zusammenhang berichtet zwischen der Rotations- Periode einer Zentralmasse und den Massen und Umlauf- Perioden ihrer Satelliten. Das stützt meine Theorie, ebenso wie die Tatsache, dass sich bei den grossen Planeten, wie bei der Sonne, differentielle Rotationen zeigen. Im Falle der Erde sind die "Jet Streams" moeglicherweise Ausdruck einer differentiellen Rotation.
Die Einwirkung der Planeten auf die Lage der Sonnen- Achse wird in neueren Forschungs- Berichten ebenfalls bestaetigt und etwa wie folgt beschrieben, Ref. - (07): "Planets make their star wobble...." oder Ref. - (08): "... Die Schwerkraft der Planeten laesst die Sterne im Rhythmus der Umlaufzeiten pendeln. Jupiter etwa, mit 318 Erdmassen groesster Planet unseres Sonnensystems, zieht die Sonne mit 20 Meter pro Sekunde hin und her"...
Fuer das System Erde- Mond liegen aehnliche Berichte vor. Die franzoesischen Forscher Jacques Laskar und Philippe Robutel wiesen in Komputer- Simulationen nach, dass unser Mond die Lage der Erdachse stabilisiert und bestimmt, Ref. - (09).
Die angefuehrten Forschungs- Arbeiten stuetzen meine Thesen.
Aber, was in letzteren Veroeffentlichungen
der Schwerkraft zugeschrieben wird,
muss meines Erachtens ganz oder teilweise Schwenkeffekten
zugeordnet werden.
Figure 2 zeigt, grob errechnet, die Schwenk- Bewegungen der Planeten Jupiter und Saturn. Diese sind, aufgrund der relativ kurzen Mond- Umlaufzeiten, enger und schneller als die der Sonne. Beide Planeten werden jeweils in weniger als 20 Tagen entlang einer Schleife geschwenkt. Dabei zeigen sich aber erkennbare Unterschiede: Die Schwenk- Bewegungen des Jupiter sind erratisch, die des Planeten Saturn gleichfoermiger. Das muss sich erwartungsgemaess in den Oberflaechen der Planeten widerspiegeln. Tatsaechlich ist die Oberflaeche des Jupiter ja unruhiger als die des Saturn. Wahrscheinlich ist der "Grosse Rote Fleck" des Jupiter eine den Sonnenflecken vergleichbare Erscheinung.
Die schnellen Schwenk- Bewegungen der grossen Planeten bewirken also nach meiner Auslegung deren schnelle Rotation, die dann zum Abschleudern von Materie, und zur Bildung von Planeten- Ringen, fuehrt. Diese Annahme wird gestuetzt durch die Tatsache, dass Planeten- Ringe bisher nur beobachtet werden bei den Planeten Saturn, Jupiter, Uranus und Neptun, hier aufgelistet in der Reihenfolge der Groesse ihres Ring- Systems. Aus der Tabelle 2 ist zu ersehen, dass diese Planeten in der gleichen Reihenfolge ein relativ guenstiges Verhaeltnis aufweisen von Aequator- Umfangs- Geschwindigkeit zu Entweich- oder Orbital- Geschwindigkeit.
Wenn meine Theorie sich als richtig erweist, steuern Schwenkeffekte
nicht nur die Rotation der Planeten, sondern beeinflussen
dadurch auch deren Durchmesser, Form und mittlere Dichte.
Das muss dann im Prinzip auch fuer die Sonne gelten und fuer
andere Sterne mit Satelliten.
Bisherige Theorien gehen zumeist zurueck auf Ueberlegungen von Kant und Laplace: Es wird angenommen, dass Sonne, Planeten und Monde etwa gleichzeitig aus einem flachen rotierenden Ur- Nebel oder "Scheibenstern" entstanden sind. Dabei kann aber die Verteilung des Gesamt- Drehimpulses nur schwer erklaert werden. Die Sonne vereinigt mehr als 99 % der Masse des Systems auf sich, hat aber weniger als 1 % des System- Drehimpulses. Das ist mit bisherigen Theorien nur vereinbar, wenn man annimmt, dass die Sonne irgendwann sehr viel ihres urspruenglichen Drehimpulses abgegeben hat an die Planeten und Monde. Wie das geschehen sein koennte, bleibt umstritten.
Die bestehende System- Drehimpuls- Verteilung erklaert sich von selbst, wenn meine Theorie sich als richtig erweist. Ebenso erklaert sich die Lage der Sonnen- Aequator- Ebene. Letztere richtet sich aus nach der mittleren Umlaufebene der Planeten. Es ist damit leicht vorstellbar, dass einzelne Koerper des Sonnen- Systems getrennt entstanden sind und sich dann einordneten. Nach jetzigem Wissen dehnt sich das Universum kontinuierlich aus (Urknall- Theorie etc). In seiner Fruehzeit war die Distanz zwischen benachbarten Proto- Sternen und Ur- Nebeln also geringer, was den Zusammenschluss zu Systemen erleichtert haben muss. Dabei muessen auch Wechsel mit in Betracht gezogen werden. Bei Masse- Verlust einer Zentralmasse moegen Planeten oder Monde ein System verlassen und von einem anderem eingefangen werden. Vielleicht kamen einige unserer Planeten oder Monde auf diese Weise zum Sonnen- Ur- System dazu?
Meine Theorie erleichtert moeglicherweise auch ein Verstehen
des Gesetzes von Titius- Bode.
Der Drehimpuls- Austausch zwischen Planeten
und der Sonne ist nicht einseitig. Es treten Rueckwirkungen
auf von der Sonne hin zu den Planeten (Abschleudern
von Sonnen- Wind etc) und zwischen den Planeten
untereinander. Bei einem solchen Drehimpuls- Austausch
streben die Planeten vermutlich Bahnen an, auf denen
die gegenseitigen Stoerungen Minimalwerte erreichen.
Das koennte im Titius- Bode Gesetz zum Ausdruck kommen.
Der aeussere Planet Neptun folgt diesem Gesetz nicht,
was plausibel erscheint. Aufgrund des grossen Abstandes
zu den anderen Planeten sind die gegenseitigen Stoerungen hier
bereits minimal. Zum anderen fehlt nach dem Titius- Bode Gesetz
zwischen Mars und Jupiter ein groesserer Planet. Stattdessen
finden sich dort nur kleinere Himmelskoerper. Es liegt die Vermutung
nahe, dass umher wandernde Planetoiden sich in den freien Bereich
eingeordnet haben und vielleicht auch noch weiterhin einordnen werden.
Wenn das Titius-
Bode Gesetz Bereiche angibt, in denen
Planeten oder andere Satelliten relativ stabile Umlauf-
Bahnen finden, fuehrt eine Weiterentwicklung
moeglicherweise auch zur Beantwortung der Frage,
warum die Planeten Merkur und Venus, und die Monde
im Sonnen- System, keine Satelliten haben. Vielleicht
gibt es um diese Himmelskoerper herum keine Abstands-
Bereiche, in denen langfristig stabile Orbits moeglich
sind? Krater auf Merkur, Venus und den Monden zeugen
von vielen Zusammenstoessen mit anderen Himmelskoerpern.
Da sollte es auch Begegnungen gegeben haben, die zu
einem Einfangen zumindest kleinerer Satelliten fuehren
mussten.
- Einfluesse, die direkt von den Sonnen- Aktivitaeten ausgehen
(Eruptionen, Flecken etc).
- Veraenderungen der Solar-Konstanten bei
Beschleunigung oder Verlangsamung der Sonnen-
Rotation. Es aendert sich dann der Radius und die
mittlere Dichte der Sonne, damit wohl auch die Solar- Konstante.
- Ablenkung des Sonnen-Windes, wenn die
Sonnen- Achse aufgrund der Schwenk- Bewegungen taumelt,
Ref. (07), oder wenn sich die Richtung der
Schwenk- Bewegung aendert.
Mit der Bewegung der Sonne, Sonnenflecken und deren Auswirkungen
auf unser Klima hat sich Dr.
Theodor Landscheidt lange beschaeftigt; Ref. - (15).
In seinen Publikationen sind Veraenderungen der Solar-
Konstanten und des Sonnen- Durchmessers im
Verlauf der Flecken- Zyklen beschrieben. Diese Zusammenhaenge
sind auch in anderen Forschungs- Berichten behandelt,
beispielsweise Ref. - (16)-(18)(28). Sie erscheinen
plausibel im Rahmen meiner Theorie.
- Beschleunigungen / Verzoegerungen beweglicher Luft- und
Wasser- Massen durch die mit wechselndem Mond- Abstand variierenden Schwenk-
Bewegungen.
- Beschleunigungen oder Verzoegerungen der
Erd- Rotation durch Stoerungen der Mondbahn, die dann zu
Veraenderungen globaler Luft- und Wasser- Zirkulationen
fuehren (z.B. El Nino).
- Verlagerungen der Erdachse infolge von
Schwenk- Bewegungen, was ebenfalls zu
Veraenderungen (Ablenkung) globaler Zirkulations-
Systeme fuehren mag.
- Veraenderung der Erdbahn aufgrund der
Sonnen- Schwenk- Bewegung.
Die durch den Mond verursachten Schwankungen in der Erd- Schwenk- Bewegung sind meiner Vermutung nach beteiligt an den als gesichert geltenden Mond- Einfluessen auf die Atmosphaere, Ref - (13). Dazu ist bekannt, dass die Rotations- und Pol- Bewegungen der Erde sowohl laengerfristig, als auch messbar in kurzfristigen Abstaenden, schwanken, Ref. - (10)(11). Die Laenge eines Tages (LOD) etwa variiert um Millisekunden, und die Pole wandern gelegentlich kurzfristig um mehrere Meter aus ihrer Mittel- Lage heraus. Die Ursachen dafuer sind teilweise noch ungeklaert. Der Gedanke, Schwenkeffekte in die Ursachen- Forschung mit einzubeziehen, kann nicht falsch sein. Wenn beispielsweise erwiesen ist, dass Planeten ihrer Sonne eine Taumel- Bewegung aufzwingen, Ref. - (07), muss das auch fuer Mond und Erde gelten.
Die wichtigsten externen Stoerungen der Mondbahn (damit der Erd- Schwenk- Bewegung) gehen von der Sonne und den Nachbar- Planeten aus. Bei den Nachbar- Planeten mag sich das Augenmerk auf den Mars richten. Die "Quasi biennale Oszillation" der Stratosphaere, die von grosser Bedeutung fuer das Klima unserer Erde ist, Ref. - (12), hat eine aehnliche Periode wie die synodische Periode der Planeten Erde- Mars (etwa 2.14 Jahre).
Ueber Veraenderungen der Planeten-Bahnen im Verlauf der
Sonnenflecken- Zyklen wird
in verschiedenen Arbeiten berichtet, etwa
Ref. - (19). Stoerungen der Planeten-Bahnen wiederum
koennen sich ueber Aenderung der Schwenk- Bewegung
dann auch auswirken auf die Rotation eines Planeten,
was in mehreren Arbeiten beschrieben wird; Ref. -
(20)(21). Im Falle der Erde wiederum mag das dann zu Klima-
Einwirkungen fuehren, Ref. - (12).
In einem getrennten Artikel sind einige Gravitations- Experimente zur Diskussion gestellt, die wahrscheinlich ebenfalls zum Verstaendnis der behandelten Themen beitragen koennen.
Die Faustformel von Jacques Bouet wird gestuetzt durch eine Gleichung, die in neuerer Zeit entwickelt wurde von Samy Esmaeil - Ref. (26). Es darf damit angenommen werden, dass die Inneren Planeten ueber ihre Einwirkungen auf die Sonnen- Rotation auch die Sonnen- Aktivitaeten mit beeinflussen.
In der Erforschung des Planeten Saturn gibt es aus der Mission der Raumsonde Cassini nun viele neue Daten. Moeglicherweise zeigen diese auch, dass sich das Ringsystem und die Rotationsdauer des Saturn periodisch veraendern, abhaengig von den Mond- Umlaeufen. Mit der Rotationsdauer variiert dann auch der Durchmesser des Planeten (Vergleich Sonne). Vielleicht sind diese Veraenderungen messbar.
- Die Schwenk- Bewegung der Sonne (Figure 1 ) verlaeuft zeitweise wenig oder garnicht
exzentrisch, also fast oder
voellig kreisfoermig. In dieser Zeit treten
keine oder nur geringe Schwenkeffekte auf.
Die differentielle Rotation der Sonne verringert sich
dann.
- Bei geringer differentieller Rotation
treten minimale Wirbel auf. Es zeigen sich in dieser
Zeit keine oder nur wenige Sonnen- Flecken. Dabei beschleunigt
sich die Rotation der Sonne, weil wenig Energie verwirbelt
wird. Die beschleunigte Rotation wiederum fuehrt zu einer
Vergroesserung des Sonnen- Durchmessers.
- Bei einer Vergroesserung des Durchmessers
der Sonne verringert sich ihre Dichte und
die Solar- Konstante veraendert sich. Das wiederum mag
zu Klima- Beeinflussungen auf der Erde fuehren.
Im Prinzip muessen diese Zusammenhaenge in weiteren Forschungen mehr und mehr erkennbar werden. Teilweise sind sie bereits in verschiedenen Arbeiten beschrieben, z.B. Ref. (15). Aufgrund der grossen Traegheit der Sonnen- Massen koennen Ursache und Wirkung aber zeitlich verschoben sein.
Dazu gibt es viele Veroeffentlichungen, z.B. Ref. (06) und (17). Die vermuteten kausalen Zusammenhaenge wurden zuvor aufgelistet. Das Ausbleiben der Flecken- Zyklen muss eine Erklaerung finden ueber eine weniger exzentrische Schwenk- Bewegung der Sonne. Wahrscheinlich war der Groessen- Unterschied zwischen zwei oder drei Schwenk- Schleifen (Figure 1) in dieser Zeit relativ gering. Das duerfte durch Nachrechnungen, in Verbindung mit Ueberarbeitungen der Jose- Studie, ueberpruefbar sein. Ein Beispiel fuer eine Schwenk- Bewegung mit geringer Exzentrizitaet bietet der Planet Saturn Figure 2 , mit seiner relativ ruhigen Oberflaeche.
Dabei ist zu erwarten, dass Bahn- Anpassungen von Satelliten, wie im Titius- Bode Gesetz ausgedrueckt, auch in Planeten- Mond- Systemen vorkommen. Bei den erratischen Schwenk- Bewegungen des Planeten Jupiter Figure 2 ist anzunehmen, dass insbesondere in diesem System der Drehimpuls- Austausch relativ stark ist, sowohl zwischen den Monden und dem Planeten, als auch zwischen den Monden untereinander. Vielleicht sind hier Gestzmaessigkeiten in Bahn- Aenderungen der Monde beobachtbar. Dass sich Mond- Abstaende langfristig aendern, ist grundsaetzlich bekannt: Unser Mond entfernt sich langsam von der Erde, die Bahn des Mars- Mondes Phobos dagegen wird langfristig enger, Ref. - (11)(14).
Wenn der klare Nachweis gelingt, dass eine Verbindung besteht zwischen Maunder- Minimum und Sonnen- Bewegung (Punkt 6.6), ergibt sich die aktuelle Frage: Wann ist aus der Sonnen- Schwenkbewegung heraus das naechste "Maunder- Minimum" zu erwarten? Die damit verbundene naechste "kleine Eiszeit" koennte, wenn sie eintritt, der Erd- Erwaermung ueber den vieldiskutierten Treibhaus- Effekt zeitweise entgegen wirken. Es gibt die Vorhersage, Ref.- (15), dass eine laengere Periode geringer Sonnen- Aktivitaet etwa ab 2030 zu erwarten ist (das Landscheidt-Minimum). Diese Vorhersage kann moeglicherweise ueber exakte Nachrechnungen untermauert oder aber entkraeftet werden (Punkt 6.3).
Forschungen zur Erdgeschichte sollten diese Zusammenhaenge bestaetigen, wenn sich meine Theorie als richtig erweist. Zur einstigen geringeren Dichte stellt sich folgende Frage: Welche Durchmesser hatten unsere Erde und ihre Atmosphaere, bevor gewaltige Massen an Kohlendioxyd und anderen Gasen in feste oder fluessige Stoffe uebergingen (Kohle, Erdoel, Kalkstein, Erze, etc.)?
Auf der Erde werden jetzt jaehrlich mehr als 10 Milliarden Tonnen fossiler Brennstoffe verbrannt, also vom festen oder fluessigen wieder in den gasfoermigen Zustand zurueckgefuehrt. Dazu werden Milliarden Tonnen gebundener Gase freigesetzt in der Verhuettung und Verarbeitung von Erzen, Kalkstein und anderen Rohstoffen. Neben der allgemein diskutierten Erhoehung des CO2 - Gehaltes aendern sich dadurch auch die Gezeiten- und Schwenkeffekte in der Atmosphaere (Veraenderung des Traegheits- Momentes). Vielleicht laesst sich das irgendwann nachweisen. Die Bildung der jetzt innerhalb von Jahrzehnten verbrannten fossilen Brennstoffe hat in der Erdgeschichte Milliarden Jahre in Anspruch genommen. Die Veraenderungen durch die rapide Rückbildung koennen nicht vernachlaessigbar klein sein.
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F. Heeke - Homepage 10-99 (last updated 06-2007)
(3) Mars - Wasser: Ob ein Planet eine dichte Atmosphaere halten kann, haengt
auch ab von dem Verhaeltnis Aequator- Umfangs- Geschwindigkeit zu Entweich-
Geschwindigkeit. Irgendwann in der Vergangenheit war dieses Verhaeltnis beim
Planeten Mars so wie bei der Erde heute ( Figure 2
, Tabelle). Damals koennte es auf dem Mars groessere Wasser-Vorkommen gegeben
haben. Das genannte Verhaeltnis aendert sich mit der Bahn-Verengung
des Mars-Mondes Phobos. Rueckrechnungen mit den Formeln Ref 25 und Ref 26
(Bibliography) koennten zu einer Abschaetzung fuehren,
wann der Planet Mars seine dichtere Atmosphaere (mit evtl. Wasser) verloren
hat.
(10.10.2005)
(2) Aus www.weltderphysik.de: "2005 ist das hundertste Jubilaeum des
Einsteinschen Wunderjahres und der 50. Todestag des wohl
beruehmtesten Physikers der
Welt." - Kaeme Einstein zurueck auf unsere
Erde, wuerde er sich unter anderem wohl darueber
wundern, dass Gravitations-Physiker bisher keine
Antwort fanden auf die Frage: Gilt Einsteins Gedanken-Kasten-Experiment
(scheinbare Gewichts-Zunahme) auch dann, wenn
eine geradlinige Aufwaerts-Beschleunigung in eine
Rotations-Beschleunigung uebergeht? Diskussions-Schrift) Wird diese Frage
ueber das Jubilaeumsjahr hinaus unbeantwortet bleiben?
(14-01-2005)
(1) Zur Zeit umkreist der ESA-Satellit "Smart-1" unseren Mond. Nach Beendigung
seiner Forschungs-Mission
soll er seinem Schicksal ueberlassen
werden und auf die Mond-Oberflaeche abstuerzen. Vielleicht
ist es moeglich, aus den Bahn-Stoerungen
von "Smart-1" jene Kraefte zu ermitteln, die unseren
Mond daran hindern, einen natuerlichen Satelliten zu
haben? Es muss eine Erklaerung dafuer geben, dass keiner
der Monde im Sonnensystem einen natuerlichen Himmelskoerper
als Satelliten einfangen konnte in den Milliarden Jahren
seit Bestehen des Systems.
(10-12-2004)
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