Schwenkeffekte in der Himmelsmechanik

 Franz Heeke

Eine Fluessigkeit in einem Glas rotiert, wenn sie exzentrisch geschwenkt wird. Meine Hypothese: "Schwenkeffekte" dieser Art spielen eine bedeutende Rolle in der Himmelsmechanik. Sie treiben und steuern die Rotation der Sonne und Planeten und beeinflussen wahrscheinlich auch unser Klima. Die vermutete Wirkungsweise ist in folgenden Kapiteln beschrieben.
 

Solar system

1. Schwenkeffekte - Definition und Erlaeuterungen

Das Phaenomen einer rotierenden Fluessigkeit in einem geschwenkten Glas ist bekannt. Die Fluessigkeit erhaelt ihren Drehimpuls aus der ungleichfoermigen Bewegung, die Rotationsachse steht senkrecht zur Schwenk- Ebene.  Meines Wissens gibt es keinen Fachausdruck fuer dieses Phaenomen, deshalb hier der Begriff  "Schwenkeffekte".  Ein rotierender Teller auf dem Stab eines Jongleurs dreht sich nach dem gleichen Prinzip, ebenso ein Gewicht, welches an einem Faden umher geschwenkt wird. Auch sportliche Hammer- Werfer nutzen Schwenkeffekte, wenn sie die Hammer- Masse vor dem Fortschleudern beschleunigen.  Vom physikalischen Prinzip her sind solche Effekte vergleichbar mit der Wirkungsweise einer Schaukel (Figure 3/5).

Effekte der beschriebenen Art treten nur auf bei exzentrischer, nicht bei genau kreisfoermiger
Bewegung. Das ist mit einer Fluessigkeit in einem Glas leicht nachzuweisen. Beim Schwenken von Gewichten an Faeden verschiedener Laenge erkennt man zudem, dass Massen auf unterschiedlichen Radien unterschiedlich (differentiell) auf eine bestimmte Schwenk- Bewegung reagieren.   

Grundsaetzliche Ueberlegungen ueber Schwenk- Bewegungen in der Himmelsmechanik sind nicht neu. Schon Galilei Galileo studierte vor etwa 400 Jahren Wasser- Bewegungen in einer geschwenkten Vase. Er versuchte dabei, die Gezeiten der Meere zu erklaeren und wies darauf hin, dass die Erdrotation, in Verbindung mit dem Umlauf der Erde um die Sonne, zu Beschleunigungen und Verzoegerungen der Erdoberflaeche in einem Halbtages- Rhythmus fuehrt Bibliographie  Ref. - (01). Galileis Gezeiten- Theorie wurde spaeter verworfen, ist vielleicht teilweise aber doch richtig, wenn die Schwenk- Bewegung um das Baryzentrum Erde- Mond in die Betrachtung mit einbezogen wird.

Als Ingenieur und Amateur- Astronom habe ich mich seit ueber 25 Jahren mit Schwenkeffekten beschaeftigt, angeregt durch eine Arbeit von Paul D. Jose (1965): "Sun's motion and sunspots", Ref. - (02).  Viele zentrale Himmelskoerper werden durch ihre Satelliten exzentrisch umher geschwenkt. Das erzeugt nach meiner Theorie im Zentralkoerper Drehimpuls, wenn dieser Koerper gasfoermig, fluessig, oder in gewissem Grade "elastisch" ist. Bei gasfoermigen Zentralkoerpern kommt es dabei zu einer differentiellen Rotation, weil Massen auf unterschiedlichen Radien unterschiedlich auf die jeweilige Schwenk- Bewegung reagieren. Die Rotations- Achse des Zentralkoerpers stellt sich moeglichst senkrecht zur Schwenkebene, zur mittleren Umlaufebene des oder der Satelliten.

Meine Theorie muss anhand mathematischer Modelle ueberprueft werden. Bei der jetzigen noch unbefriedigenden Beweislage erwarte ich nicht, dass sie kritiklos akzeptiert wird.  Im Kapitel 6 sind Hinweise gegeben auf moegliche Ueberpruefungen. Vielleicht ergeben sich irgendwann belastbare Beweise für die Richtigkeit meiner Thesen.
 

2. Schwenkbewegung der Sonne - Sonnenflecken

2.1 Schwenk- Bewegung der Sonne

Paul D. Jose berechnete die Schwenk- Bewegung der Sonne um das Massen- Zentrum des Sonnen- Systems fuer die Jahre von 1843 bis 2013. Er verglich diese mit den damals vorliegenden Sonnenflecken- Kurven und fand deutliche Uebereinstimmungen. Er kam zu folgender Schlussfolgerung: ..." Die aufgezeigten Zusammenhaenge bedeuten, dass bestimmte dynamische Kraefte, die von den Planeten- Bewegungen aus auf die Sonne einwirken, die Ursache der Sonnen- Aktivitaet sind." und weiter: ..."Aehnliche vorlaeufige Studien fuer Erde und Mond deuten an, dass vielleicht auch die Wetterbedingungen auf unserer Erde von solchen Kraeften beeinflusst werden."

Die von Jose berechnete Schwenk- Bewegung der Sonne ist auszugsweise in  Figure 1  wiedergegeben. Nach meiner Deutung erzeugen die angefuehrten "bestimmten dynamischen Kraefte" die zur Diskussion gestellten Schwenkeffekte. Das fuehrt zu folgender grundsaetzlichen Erklaerung der Sonnenflecken- Zyklen:

2.2 Sonnenflecken

Durch die aufgezeigte Schwenk- Bewegung wird der Sonne eine differentielle Rotation aufgezwungen. Da die Drehimpuls- Uebertragung abhaengig ist vom Achs- Abstand der geschwenkten Masse, reagieren Sonnen- Massen auf unterschiedlichen Radien unterschiedlich auf die jeweilige Schwenk- Bewegung.

Die differentiell rotierenden Massen der Sonne reiben sich zwangslaeufig aneinander. Nach meiner Deutung sind die dabei erzeugten Wirbel und Turbulenzen das, was wir als Sonnenflecken beobachten. Das Erscheinungsbild aendert sich je nach Phase der Schwenk- Bewegung. Die Polaritaet der Sonnenflecken kehrt sich um, wenn sich die Art der Schwenk- Bewegung grundsaetzlich aendert:

Unsere Sonne wird von den Planeten abwechselnd ueber groessere und kleinere Schleifen geschwenkt  Figure 1 . Jeder Schleifen- Durchlauf deckt sich zeitlich etwa mit einer Flecken- Periode. Beim Durchlaufen einer grossen Schleife ist die Sonnen- Bewegung erkennbar schneller, beim Durchlaufen kleiner Schleifen langsamer. Ein neuer Zyklus beginnt, mit einer Umkehr der Polaritaet, wenn die Sonne von einer Schleife in die naechste wandert, sich also Schleifen- Radius und Schwenk- Geschwindigkeit deutlich aendern.  Je nachdem, ob die Sonne ueber eine grosse oder kleine Schleife geschwenkt wird, werden Sonnen- Massen auf groesserem oder kleinerem Radius staerker angetrieben. Die Richtung des Energie- Austausches zwischen den differentiell rotierenden Sonnen- Massen kehrt sich dann um, damit auch die Drehrichtung der Wirbel. Der Unterschied in der Groesse der mittleren Schleifen - Radien mag dabei bestimmend sein fuer die Intensitaet der jeweiligen Sonnenflecken- Zyklen.

Veraenderungen der allgemeinen und der differentiellen Rotation der Sonne im Verlauf der Flecken- Zyklen sind in einer Reihe von Forschungs- Arbeiten beschrieben, Ref. - (03)-(06).  Diese Arbeiten stuetzen meine Erklaerung. Dabei erscheint auch folgender Zusammenhang plausibel: Jene Energiemenge, die in den Sonnen- Flecken verwirbelt wird, wird von der Rotations- Energie der Sonne abgezweigt. Je mehr Flecken auftreten, desto langsamer dreht sich die Sonne. Sie rotiert schneller, wenn keine oder wenig Flecken vorhanden sind. Dabei draengt sich ein Vergleich auf zur Erdrotation:  Die Tageslaenge der Erde (LOD) variiert um Millisekunden, was man auf Turbulenzen in der Atmosphaere zurueckfuehrt, Ref. - (10).
 

3. Rotation der Sonne und Planeten

Wenn Schwenkeffekte die Rotation der Sonne antreiben und steuern, muss das in gleicher Weise auch fuer die Planeten gelten. Das erklaert wahrscheinlich die Bildung von Planeten- Ringen.

3.1 Rotations - Steuerung

Meine Hypothese will nicht besagen, dass Sonne und Planeten ihren jeweiligen gesamten Rotations- Drehimpuls ueber Schwenkeffekte erhalten haben. Ein Teil der Rotations- Energie mag aus ihrer Entstehung stammen. Aber, die Satelliten, Planeten oder Monde, bestimmen die Rotations- Periode des jeweiligen Zentralkoerpers und die Lage seiner Rotations- Achse. Letztere stellt sich, unter Beruecksichtigung der Traegheits- Momente,  moeglichst senkrecht ein zur mittleren Umlaufebene des oder der Satelliten.

In den Quellen Bibliographie  (25)  und (26) wird über einen Zusammenhang berichtet zwischen der Rotations- Periode einer Zentralmasse und den Massen und Umlauf- Perioden ihrer Satelliten. Das stützt meine Theorie, ebenso wie die Tatsache, dass sich bei den grossen Planeten, wie bei der Sonne, differentielle Rotationen zeigen. Im Falle der Erde sind die "Jet Streams" moeglicherweise Ausdruck einer differentiellen Rotation.

Die Einwirkung der Planeten auf die Lage der Sonnen- Achse wird in neueren Forschungs- Berichten ebenfalls bestaetigt und etwa wie folgt beschrieben,  Ref. - (07): "Planets make their star wobble...." oder Ref. - (08): "... Die Schwerkraft der Planeten laesst die Sterne im Rhythmus der Umlaufzeiten pendeln. Jupiter etwa, mit 318 Erdmassen groesster Planet unseres Sonnensystems, zieht die Sonne mit 20 Meter pro Sekunde hin und her"...

Fuer das System Erde- Mond liegen aehnliche Berichte vor. Die franzoesischen Forscher Jacques Laskar und Philippe Robutel wiesen in Komputer- Simulationen nach, dass unser Mond die Lage der Erdachse stabilisiert und bestimmt, Ref. - (09).

Die angefuehrten Forschungs- Arbeiten stuetzen meine Thesen. Aber, was in letzteren Veroeffentlichungen der Schwerkraft zugeschrieben wird, muss meines Erachtens ganz oder teilweise Schwenkeffekten zugeordnet werden.

3.2 Planeten - Ringsysteme

Nach meiner Auslegung kann die Rotation eines Planeten ueber Schwenkeffekte auch so stark beschleunigt werden, dass es zum Abschleudern von Materie kommt. Das koennte die Bildung von Planeten- Ringen erklaeren. Dabei darf man aber annehmen, dass das Abschleudern nicht durch Fliehkraefte allein bewirkt wird. Andere physikalische Vorgaenge (Eruptionen, Wirbelstuerme etc) moegen diesen Vorgang unterstuetzen. In der Umlaufbahn selbst mag sich die abgeschleuderte Ringmaterie dann noch vermischen mit eingefangenen kosmischen Partikeln, oder Bruchstuecken anderer Himmelskoerper.

Figure 2  zeigt, grob errechnet, die Schwenk- Bewegungen der Planeten Jupiter und Saturn. Diese sind, aufgrund der relativ kurzen Mond- Umlaufzeiten, enger und schneller als die der Sonne. Beide Planeten werden jeweils in weniger als 20 Tagen entlang einer Schleife geschwenkt. Dabei zeigen sich aber erkennbare Unterschiede: Die Schwenk- Bewegungen des Jupiter sind erratisch, die des Planeten Saturn gleichfoermiger. Das muss sich erwartungsgemaess in den Oberflaechen der Planeten widerspiegeln. Tatsaechlich ist die Oberflaeche des Jupiter ja unruhiger als die des Saturn. Wahrscheinlich ist der "Grosse Rote Fleck" des Jupiter eine den Sonnenflecken vergleichbare Erscheinung.

Die schnellen Schwenk- Bewegungen der grossen Planeten bewirken also nach meiner Auslegung deren schnelle Rotation, die dann zum Abschleudern von Materie, und zur Bildung von Planeten- Ringen, fuehrt. Diese Annahme wird gestuetzt durch die Tatsache, dass Planeten- Ringe bisher nur beobachtet werden bei den Planeten Saturn, Jupiter, Uranus und Neptun, hier aufgelistet in der Reihenfolge der Groesse ihres Ring- Systems. Aus der Tabelle 2 ist zu ersehen, dass diese Planeten in der gleichen Reihenfolge ein relativ guenstiges Verhaeltnis aufweisen von Aequator- Umfangs- Geschwindigkeit zu Entweich- oder Orbital- Geschwindigkeit.

3.3 Dichte der Planeten und Sonne

Die Zahlen der Tabelle 2;  Figure 2 , legen nahe, dass das Verhaeltnis  "Aequator- Umfangs- Geschwindigkeit zu Entweich- oder Orbital- Geschwindigkeit" auch bestimmend ist fuer die mittlere Dichte der Planeten. Eine solche Verknuepfung erscheint plausibel. Die bei der Rotation auftretenden Fliehkraefte wirken der Kontraktion und Verdichtung entgegen. Dies naturgemaess umso mehr, je guenstiger das erwaehnte Verhaeltnis ist. Aus der Tabelle ist desweiteren zu ersehen, dass die Abplattung der Planeten ebenfalls dem erwaehnten Verhaeltnis folgt. Das ist in gleicher Weise zu erwarten.

Wenn meine Theorie sich als richtig erweist, steuern Schwenkeffekte nicht nur die Rotation der Planeten, sondern beeinflussen dadurch auch deren Durchmesser, Form und mittlere Dichte. Das muss dann im Prinzip auch fuer die Sonne gelten und fuer andere Sterne mit Satelliten.
 

4. Entstehung und Struktur des Sonnen - Systems

Wenn sich bestaetigt, dass die Rotation der Sonne von den Planeten gesteuert wird, draengen sich neue Ueberlegungen auf zur Entstehung des Sonnen-Systems.

Bisherige Theorien gehen zumeist zurueck auf Ueberlegungen von Kant und Laplace: Es wird angenommen, dass Sonne, Planeten und Monde etwa gleichzeitig aus einem flachen rotierenden Ur- Nebel oder "Scheibenstern" entstanden sind. Dabei kann aber die Verteilung des Gesamt- Drehimpulses nur schwer erklaert werden. Die Sonne vereinigt mehr als 99 % der Masse des Systems auf sich, hat aber weniger als 1 % des System- Drehimpulses. Das ist mit bisherigen Theorien nur vereinbar, wenn man annimmt, dass die Sonne irgendwann sehr viel ihres urspruenglichen Drehimpulses abgegeben hat an die Planeten und Monde. Wie das geschehen sein koennte, bleibt umstritten.

Die bestehende System- Drehimpuls- Verteilung erklaert sich von selbst, wenn meine Theorie sich als richtig erweist. Ebenso erklaert sich die Lage der Sonnen- Aequator- Ebene. Letztere richtet sich aus nach der mittleren Umlaufebene der Planeten. Es ist damit leicht vorstellbar, dass einzelne Koerper des Sonnen- Systems getrennt entstanden sind und sich dann einordneten. Nach jetzigem Wissen dehnt sich das Universum kontinuierlich aus (Urknall- Theorie etc). In seiner Fruehzeit war die Distanz zwischen benachbarten Proto- Sternen und Ur- Nebeln also geringer, was den Zusammenschluss zu Systemen erleichtert haben muss. Dabei muessen auch Wechsel mit in Betracht gezogen werden. Bei Masse- Verlust einer Zentralmasse moegen Planeten oder Monde ein System verlassen und von einem anderem eingefangen werden. Vielleicht kamen einige unserer Planeten oder Monde auf diese Weise zum Sonnen- Ur- System dazu?

Meine Theorie erleichtert moeglicherweise auch ein Verstehen des Gesetzes von Titius- Bode. Der Drehimpuls- Austausch zwischen Planeten und der Sonne ist nicht einseitig. Es treten Rueckwirkungen auf von der Sonne hin zu den Planeten (Abschleudern von Sonnen- Wind etc) und zwischen den Planeten untereinander. Bei einem solchen Drehimpuls- Austausch streben die Planeten vermutlich Bahnen an, auf denen die gegenseitigen Stoerungen Minimalwerte erreichen. Das koennte im Titius- Bode Gesetz zum Ausdruck kommen. Der aeussere Planet Neptun folgt diesem Gesetz nicht, was plausibel erscheint. Aufgrund des grossen Abstandes zu den anderen Planeten sind die gegenseitigen Stoerungen hier bereits minimal. Zum anderen fehlt nach dem Titius- Bode Gesetz zwischen Mars und Jupiter ein groesserer Planet. Stattdessen finden sich dort nur kleinere Himmelskoerper. Es liegt die Vermutung nahe, dass umher wandernde Planetoiden sich in den freien Bereich eingeordnet haben und vielleicht auch noch weiterhin einordnen werden.  
 

Wenn das Titius- Bode Gesetz Bereiche angibt, in denen Planeten oder andere Satelliten relativ stabile Umlauf- Bahnen finden, fuehrt eine Weiterentwicklung moeglicherweise auch zur Beantwortung der Frage, warum die Planeten Merkur und Venus, und die Monde im Sonnen- System,  keine Satelliten haben. Vielleicht gibt es um diese Himmelskoerper herum keine Abstands- Bereiche, in denen langfristig stabile Orbits moeglich sind?  Krater auf Merkur, Venus und den Monden zeugen von vielen Zusammenstoessen mit anderen Himmelskoerpern. Da sollte es auch Begegnungen gegeben haben, die zu einem Einfangen zumindest kleinerer Satelliten fuehren mussten.
 

5. Schwenkeffekte und Klima

Nach meinem Verstaendnis koennen Schwenkeffekte in mehrfacher Weise auf unser Wetter und Klima einwirken, sowohl ueber die Schwenk- Bewegung der Sonne, als auch ueber die Schwenk- Bewegung der Erde selbst. Wie gross oder gering diese Einwirkungen jeweils sind, mag dabei zunaechst dahingestellt bleiben: 

5.1 Schwenk- Bewegung der Sonne

Von der beschriebenen Schwenk- Bewegung der Sonne ausgehend sind folgende Wirkungen denkbar oder wahrscheinlich:

- Einfluesse, die direkt von den Sonnen- Aktivitaeten ausgehen (Eruptionen, Flecken etc).
- Veraenderungen der Solar-Konstanten bei Beschleunigung oder Verlangsamung der Sonnen- Rotation. Es aendert sich dann der Radius und die mittlere Dichte der Sonne, damit wohl auch die Solar- Konstante.
- Ablenkung des Sonnen-Windes, wenn die Sonnen- Achse aufgrund der Schwenk- Bewegungen taumelt, Ref.  (07), oder wenn sich die Richtung der Schwenk- Bewegung aendert.

Mit der Bewegung der Sonne, Sonnenflecken und deren Auswirkungen auf unser Klima hat sich Dr. Theodor  Landscheidt lange beschaeftigt; Ref. - (15).  In seinen Publikationen sind Veraenderungen der Solar- Konstanten und des Sonnen- Durchmessers im Verlauf der Flecken- Zyklen beschrieben. Diese Zusammenhaenge sind auch in anderen Forschungs- Berichten behandelt, beispielsweise Ref. - (16)-(18)(28). Sie erscheinen plausibel im Rahmen meiner Theorie.

5.2 Schwenk- Bewegung der Erde

Der Mond schwenkt unsere Erde im Prinzip in gleicher Weise umher, wie die Planeten die Sonne (Jose),  Bibliography  Ref. - (02). Dabei sind folgende Rueckwirkungen auf das Klima denkbar:

- Beschleunigungen / Verzoegerungen beweglicher Luft- und Wasser- Massen durch die mit wechselndem Mond- Abstand variierenden Schwenk- Bewegungen.
- Beschleunigungen oder Verzoegerungen der Erd- Rotation durch Stoerungen der Mondbahn, die dann zu Veraenderungen globaler Luft- und Wasser- Zirkulationen fuehren (z.B. El Nino).
- Verlagerungen der Erdachse infolge von Schwenk- Bewegungen, was ebenfalls zu Veraenderungen (Ablenkung) globaler Zirkulations- Systeme fuehren mag.
- Veraenderung der Erdbahn aufgrund der Sonnen- Schwenk- Bewegung.

Die durch den Mond verursachten Schwankungen in der Erd- Schwenk- Bewegung sind meiner Vermutung nach beteiligt an den als gesichert geltenden Mond- Einfluessen auf  die Atmosphaere, Ref - (13). Dazu ist bekannt, dass die Rotations- und Pol- Bewegungen der Erde sowohl laengerfristig, als auch messbar in kurzfristigen Abstaenden, schwanken, Ref. - (10)(11). Die Laenge eines Tages (LOD) etwa variiert um Millisekunden, und die Pole wandern gelegentlich kurzfristig um mehrere Meter aus ihrer Mittel- Lage heraus. Die Ursachen dafuer sind teilweise noch ungeklaert. Der Gedanke, Schwenkeffekte in die Ursachen- Forschung mit einzubeziehen, kann nicht falsch sein. Wenn beispielsweise erwiesen ist, dass Planeten ihrer Sonne eine Taumel- Bewegung aufzwingen, Ref. - (07), muss das auch fuer Mond und Erde gelten.

Die wichtigsten externen Stoerungen der Mondbahn (damit der Erd- Schwenk- Bewegung) gehen von der Sonne und den Nachbar- Planeten aus. Bei den Nachbar- Planeten mag sich das Augenmerk  auf den Mars richten. Die "Quasi biennale Oszillation" der Stratosphaere, die von grosser Bedeutung fuer das Klima unserer Erde ist, Ref. - (12), hat eine aehnliche Periode wie die synodische Periode der Planeten Erde- Mars (etwa 2.14 Jahre).

Ueber Veraenderungen der Planeten-Bahnen im Verlauf der Sonnenflecken- Zyklen wird in verschiedenen Arbeiten berichtet, etwa Ref. - (19). Stoerungen der Planeten-Bahnen wiederum koennen sich ueber Aenderung der Schwenk- Bewegung dann auch auswirken auf die Rotation eines Planeten, was in mehreren Arbeiten beschrieben wird; Ref. - (20)(21). Im Falle der Erde wiederum mag das dann zu Klima- Einwirkungen fuehren, Ref. - (12).
 

6. Moegliche Ueberpruefungen und Tests

Es liegt nahe, meine Theorie ueber die aufgezeigten Zusammenhaenge zu ueberpruefen. Hinweise fuer die Richtigkeit - oder aber Unhaltbarkeit - der Theorie erwarte ich vor allem aus

6.1  Labor- Versuchen

Schwenkeffekte koennen ueber technische Experimente naeher erforscht werden. Die notwendigen Geraete dafuer sind in vielen Forschungs- Instituten vorhanden. Bei den Versuchen muss sich zeigen, dass die Rotations- Geschwindigkeit der geschwenkten Masse abhaengt von der Schwenk- Frequenz, während der Gradient der differentiellen Rotation (bei nicht starrer Masse) von der Exzentrizitaet der Schwenk- Bahn bestimmt wird. Die Rotations-Achse stellt sich senkrecht zur Schwenk- Ebene. 

In einem getrennten Artikel sind einige  Gravitations-  Experimente zur Diskussion gestellt,  die wahrscheinlich ebenfalls zum Verstaendnis der behandelten Themen beitragen koennen.

6.2 Komputer - Simulationen

Schwenk- Bewegungen fluessiger oder gasfoermiger Koerper können wohl auch ueber Komputer- Simulationen untersucht werden. Dabei muessen sich ebenfalls die genannten Merkmale zeigen. Fuer die mathematische Modellierung sind vielleicht Vorarbeiten des beruehmten Mathematikers Riemann von Nutzen (1860)  - Ref. (23): "Ueber die Bewegung eines fluessigen gleichartigen Ellipsoides".  

6.3  Ueberarbeitungen der Jose-Studie

Ueberarbeitungen der Jose- Studie mit heutigem Zahlenmaterial moegen zu neuen Erkenntnissen fuehren. Dies insbesondere, wenn die Daten der Inneren Planeten in die Berechnung mit einbezogen werden. Bei den damaligen Untersuchungen (1965) blieb die geringe Einwirkung der Inneren Planeten  auf die Sonnen- Bewegung  Figure 1 scheinbar unberuecksichtigt.

Die Inneren Planeten beeinflussen die grosse Schwenk- Bewegung der Sonne tatsaechlich wenig, haben aber Einfluss auf die Sonnen- Rotation, wenn meine Theorie richtig ist.  
Diese Aussage wird gestuetzt durch eine Faustformel, die Jacques Bouet 1984 entwickelte - Ref. (25). Sie zeigt einen Zusammenhang auf zwischen Masse und Umlaufzeiten der Satelliten einerseits, und der Rotationsperiode der zugehoerigen Zentralmasse andererseits. In die Formel geht die Umlauf- Frequenz der Satelliten in der dritten Potenz ein. Satelliten auf engen Bahnen haben also einen relativ staerkeren Einfluss auf die Rotation der Zentralmasse, als jene auf entfernteren Bahnen. Ein Beispiel dafuer mag ein Vergleich der Planeten Mars und Erde sein: Mit zwei Kleinst- Monden auf engen Bahnen rotiert Mars etwa genauso schnell wie die Erde mit ihrem maechtigen Mond auf einer weiten Bahn.

Die Faustformel von Jacques Bouet wird gestuetzt durch eine Gleichung, die in neuerer Zeit entwickelt wurde von Samy Esmaeil - Ref. (26). Es darf damit angenommen werden, dass die Inneren Planeten ueber ihre Einwirkungen auf die Sonnen- Rotation auch die Sonnen- Aktivitaeten mit beeinflussen.    

6.4  Planeten - Forschungen

Die Planeten- Daten der Tabelle 2 deuten darauf hin, dass es einen physikalischen Zusammenhang gibt zwischen dem Verhaeltnis von Entweich- Geschwindigkeit (Masse) zu Umfangs- Geschwindigkeit eines Planeten einerseits, und seiner Dichte und Elliptizitaet andererseits. Irgendwann werden sich Planeten- Forscher mit diesen Daten beschaeftigen. Wenn sich der Zusammenhang auf breiterer Basis bestaetigt, ergeben sich neue Betrachtungs- Weisen fuer verschiedene astronomische Fragen.

In der Erforschung des Planeten Saturn gibt es aus der Mission der Raumsonde Cassini nun viele neue Daten. Moeglicherweise zeigen diese auch, dass sich das Ringsystem und die Rotationsdauer des Saturn periodisch veraendern, abhaengig von den Mond- Umlaeufen. Mit der Rotationsdauer variiert dann auch der Durchmesser des Planeten (Vergleich Sonne). Vielleicht sind diese Veraenderungen messbar. 

6.5 Studien zur Sonnen- Aktivitaet

Im Phaenomen der Sonnen- Aktivitaeten gibt es nach meiner Auslegung folgende grundsaetzlichen kausalen Zusammenhaenge:

- Die Schwenk- Bewegung der Sonne (Figure 1 ) verlaeuft zeitweise wenig oder garnicht exzentrisch, also fast oder voellig kreisfoermig. In dieser Zeit treten keine oder nur geringe Schwenkeffekte auf.  Die differentielle Rotation der Sonne verringert sich dann.  
- Bei geringer differentieller Rotation treten minimale Wirbel auf. Es zeigen sich in dieser Zeit keine oder nur wenige Sonnen- Flecken. Dabei beschleunigt sich die Rotation der Sonne, weil wenig Energie verwirbelt wird. Die beschleunigte Rotation wiederum fuehrt zu einer Vergroesserung des Sonnen- Durchmessers.
- Bei einer Vergroesserung des Durchmessers der Sonne verringert sich ihre Dichte und die Solar- Konstante veraendert sich. Das wiederum mag zu Klima-  Beeinflussungen auf der Erde fuehren.

Im Prinzip muessen diese Zusammenhaenge in weiteren Forschungen mehr und mehr erkennbar werden. Teilweise sind sie bereits in verschiedenen Arbeiten beschrieben, z.B. Ref.  (15).  Aufgrund der grossen Traegheit der Sonnen- Massen koennen Ursache und Wirkung aber zeitlich verschoben sein.

6.6 Forschungen zum Maunder-Minimum

Nach Angaben der Fachliteratur rotierte die Sonne im  17. Jahrhundert zeitweise schneller als heute, die Flecken- Zyklen blieben aus und das Klima in Europa wurde kaelter (kleine Eiszeit).

Dazu gibt es viele Veroeffentlichungen, z.B. Ref. (06) und (17). Die vermuteten kausalen Zusammenhaenge wurden zuvor aufgelistet. Das Ausbleiben der Flecken- Zyklen muss eine Erklaerung finden ueber eine weniger exzentrische Schwenk- Bewegung der Sonne. Wahrscheinlich war der Groessen- Unterschied  zwischen zwei oder drei Schwenk- Schleifen  (Figure 1)  in dieser Zeit relativ gering. Das duerfte durch Nachrechnungen, in Verbindung mit Ueberarbeitungen der Jose- Studie, ueberpruefbar sein. Ein Beispiel fuer eine Schwenk- Bewegung mit geringer Exzentrizitaet bietet der Planet Saturn  Figure 2 , mit seiner relativ ruhigen Oberflaeche.

6.7 Berechnungen zum Titius-Bode Gesetz

Die unter Punkt 3 beschriebenen Ueberlegungen zum Titius- Bode Gesetz koennen moeglicherweise ueber Komputer- Simulationen ueberprueft werden.

Dabei ist zu erwarten, dass Bahn- Anpassungen von Satelliten, wie im Titius- Bode Gesetz ausgedrueckt, auch in Planeten- Mond- Systemen vorkommen. Bei den erratischen Schwenk- Bewegungen des Planeten Jupiter Figure 2   ist anzunehmen, dass insbesondere in diesem System der Drehimpuls- Austausch relativ stark ist, sowohl zwischen den Monden und dem Planeten, als auch zwischen den Monden untereinander. Vielleicht sind hier Gestzmaessigkeiten in Bahn- Aenderungen der Monde beobachtbar. Dass sich Mond- Abstaende langfristig aendern, ist grundsaetzlich bekannt:  Unser Mond entfernt sich langsam von der Erde, die Bahn des Mars- Mondes Phobos dagegen wird langfristig enger, Ref. - (11)(14).

6.8 Klima- Forschungen

Wenn der klare Nachweis gelingt, dass eine Verbindung besteht zwischen Maunder- Minimum und Sonnen- Bewegung (Punkt 6.6), ergibt sich die aktuelle Frage: Wann ist aus der Sonnen- Schwenkbewegung heraus das naechste "Maunder- Minimum" zu erwarten? Die damit verbundene naechste "kleine Eiszeit" koennte, wenn sie eintritt, der Erd- Erwaermung ueber den vieldiskutierten Treibhaus- Effekt zeitweise entgegen wirken. Es gibt die Vorhersage, Ref.- (15), dass eine laengere Periode geringer Sonnen- Aktivitaet etwa ab 2030 zu erwarten ist (das Landscheidt-Minimum). Diese Vorhersage kann moeglicherweise ueber exakte Nachrechnungen untermauert oder aber entkraeftet werden (Punkt 6.3). 

6.9 Forschungen zur Erdgeschichte

Nach Literatur- Angaben rotierte unsere Erde in der Fruehzeit des Sonnen- Systems schneller als heute Ref. - (24) und die  Aequator- Ebene lag anders geneigt. Dabei muss ihr Durchmesser und ihre Abplattung groesser und die mittlere Dichte geringer gewesen sein (Vergleich Tabelle 2). Die andere Neigung der Erd- Aequator- Ebene muss bedingt gewesen sein durch eine andere Lage der Mondbahn- Ebene (Beispiel Uranus).

Forschungen zur Erdgeschichte sollten diese Zusammenhaenge bestaetigen, wenn sich meine Theorie als richtig erweist. Zur einstigen geringeren Dichte stellt sich folgende Frage: Welche Durchmesser hatten unsere Erde und ihre Atmosphaere, bevor gewaltige Massen an Kohlendioxyd und anderen Gasen in feste oder fluessige Stoffe uebergingen (Kohle, Erdoel, Kalkstein, Erze, etc.)?

Auf der Erde werden jetzt jaehrlich mehr als 10 Milliarden Tonnen fossiler Brennstoffe verbrannt, also vom festen oder fluessigen wieder in den gasfoermigen Zustand zurueckgefuehrt.  Dazu werden Milliarden Tonnen gebundener Gase freigesetzt in der Verhuettung und Verarbeitung von Erzen,  Kalkstein und anderen Rohstoffen. Neben der allgemein diskutierten Erhoehung des CO2 - Gehaltes aendern sich dadurch auch die Gezeiten- und Schwenkeffekte in der Atmosphaere (Veraenderung des Traegheits- Momentes). Vielleicht laesst sich das irgendwann nachweisen.  Die Bildung der jetzt innerhalb von Jahrzehnten verbrannten fossilen Brennstoffe hat in der Erdgeschichte Milliarden Jahre in Anspruch genommen. Die Veraenderungen durch die rapide Rückbildung koennen nicht vernachlaessigbar klein sein.

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F. Heeke - Homepage 10-99 (last updated  06-2007)
   

Nachtraege

(5) ISS-Experimente. - Es liegt nahe, vorzuschlagen, auf der Internationalen Raumstation gelegentlich einfache Versuche mit Schwenkeffekten einzuplanen  (Kreisen eines Gewichtes an einem Faden etc).  Die Fragestellung ist: Welche Reaktionskraefte treten auf, wenn in der Raumstation ueber Schwenkeffekte eine Rotation erzeugt wird?
(06.12.2006)

(4) Exoplaneten:  Im Internet sind inzwischen Daten von weit ueber hundert Exoplaneten veroeffentlicht (Beispiel Ref. 27). Es liegt der Vorschlag nahe, zu versuchen, anhand dieser Daten und der in Ref. 25 und Ref. 26 dargelegten Formeln (Bibliography) zumindest anhaltsweise die Rotationsperiode der jeweiligen Zentral- Sterne zu errechnen. Vielleicht laesst sich ein ursaechlicher Zusammenhang nachweisen zwischen Planeten- Umlauf, Rotations- Geschwindigkeit des zugehoerigen Zentral- Sternes und dessen Dichte und Leuchtkraft (Spektralklasse).
(13.10.2005)

(3) Mars - Wasser: Ob ein Planet eine dichte Atmosphaere halten kann, haengt auch ab von dem Verhaeltnis Aequator- Umfangs- Geschwindigkeit zu Entweich- Geschwindigkeit. Irgendwann in der Vergangenheit war dieses Verhaeltnis beim Planeten Mars so wie bei der Erde heute ( Figure 2 , Tabelle). Damals koennte es auf dem Mars groessere Wasser-Vorkommen gegeben haben.  Das genannte Verhaeltnis aendert sich  mit der Bahn-Verengung des Mars-Mondes Phobos. Rueckrechnungen mit den Formeln Ref 25 und Ref 26 (Bibliography) koennten zu einer Abschaetzung fuehren,  wann der Planet Mars seine dichtere Atmosphaere (mit evtl. Wasser) verloren hat.
(10.10.2005)

(2) Aus www.weltderphysik.de: "2005 ist das hundertste Jubilaeum des Einsteinschen Wunderjahres und der 50. Todestag des wohl beruehmtesten Physikers der Welt." -  Kaeme Einstein zurueck auf unsere Erde, wuerde er sich unter anderem wohl darueber wundern, dass Gravitations-Physiker bisher keine Antwort fanden auf die Frage: Gilt Einsteins Gedanken-Kasten-Experiment (scheinbare Gewichts-Zunahme) auch dann, wenn eine geradlinige Aufwaerts-Beschleunigung in eine Rotations-Beschleunigung uebergeht? Diskussions-Schrift) Wird diese Frage ueber das Jubilaeumsjahr hinaus unbeantwortet bleiben?
(14-01-2005)

(1) Zur Zeit umkreist der ESA-Satellit "Smart-1" unseren Mond. Nach Beendigung seiner Forschungs-Mission soll er seinem Schicksal ueberlassen werden und auf die Mond-Oberflaeche abstuerzen. Vielleicht ist es moeglich, aus den Bahn-Stoerungen von "Smart-1" jene Kraefte zu ermitteln, die unseren Mond daran hindern, einen natuerlichen Satelliten zu haben? Es muss eine Erklaerung dafuer geben, dass keiner der Monde im Sonnensystem einen natuerlichen Himmelskoerper als Satelliten einfangen konnte in den Milliarden Jahren seit Bestehen des Systems.
(10-12-2004)

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